Weichkäse mit Schimmel und Rotschmiere, die später von einer weißen
Edelschimmelschicht überzogen sind.
Die Reifung der Weichkäse vollzieht sich von außen nach innen und
hängt von der Lagertemperatur ab. Je höher die Temperatur desto schneller
reift der
Käse.
Mit zunehmender Reife bekommen Weichkäse seine geschmeidig, weiche Konsistenz.
Oft bleibt aber ein fester Kern erhalten, der sich nur allmählich verliert.
Die Oberfläche von Weichkäse mit Schmiere wird meist mit einer speziellen
Bakterienkultur (zool.: Bakterium liners) behandelt. Diese Bakterien verleihen
dem Weichkäse eine feuchte, schmierige Oberfläche.
Rotschmiere
haben ein gelblich bis rotbraunes Äußeres. Um diese Farbgebung noch zu unterstützen
werden einige Sroten zusätzlich mit
Beta-Carotin
behandelt. Bei einigen wächst durch die Rotschmieroberfläche eine weiße, geschlossene
Schimmelschicht.
Weichkäse mit Außenschimmel hatten nicht immer so eine blendend weiße
Äußeres wie heute, ursprünglich hatten sie eine leicht graue bis
bläuliche Schimmeldecke. Durch die Züchtung von neuen Pilzkulturen, wie dem
heute auf fast allen Weichkäsesorten mit Außenschimmel verwendeten
"Penicillium candidum", sind die Käselaibe mit einem blütend
weißen Schimmelrasen überzogen. Im laufe der Reifung schlagen oft
graue, kleine Flecken durch. Sie sind ein Zeichen der Reifung und beeinträchtigen
nicht die Qualität des Käses.
Weichkäse mit blauem Edelschimmel haben meist einen weißen, Äußeren
Schimmelbelag. Sie sind milder im Geschmack als Schnittkäse mit Blauschimmel.
Sie werden auch Weiß-Blau-Käse genannt. Weichkäse sollte in der
Oirginalverpackung und nicht unter 4 Grad Celsius lagern!