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Kategorie: Lebensmittel: Gemüse: WurzelgemüseTannia, Tania, bot.: Xanthosoma sagittifolium, en.: yautia, yellow yautia, new cocoyam, fr.: chou caraibe, calalou, tanier, pt.: okumoDie Tannia gehört zu der botanischen Familie der Aronstabgewächse (bot.: Araceae). Sie ist eng mit der Taro verwandt. Ihre Heimat ist das tropische Südamerika und die Karibik. Mit den weißen Eroberern, den Spaniern und Portugiesen wurde die Tannia vermutlich nach Europa gebracht. Nach Ghana (Westafrika), wo schon die Taro bekannt war, gelangte die Tannia um 1840. Dort nannte man sie, wegen ihrer großen Ähnlichkeit mit der Taropflanze auch New Cocoyum. Heute wird die Tannia mit wirtschaftlicher Bedeutung in der Karibik, in Zentral- und Südamerika, in Westafrika und in den tropischen Gebieten Asiens angebaut. In Südamerika, insbesondere in Venezuela wird sie Okumo genannt. Tannia: PflanzenbeschreibungTannia ist mit der ihr eng verwandten Taro sehr ähnlich. Sie ist eine mehrjährige, krautige Staude, die bis zu 2,5 Meter groß werden kann. Ihre hellgrünen Blätter sehen wie Pfeilspitzen aus und sitzen auf bis zu 1 Meter langen Stielen. Zwischen 8 und 14 Monaten braucht die Pflanze, um die stärkereiche Hauptknolle mit ihren Nebenknollen voll entwickeln zu können. Das Knollenfruchtfleisch ist je nach Sorte gelb, weißlich oder rosa gefärbt. Zwischen den verschiedenen Typen der Tannia unterscheiden die Botaniker sogar eigenständige Arten. Genannt seien hier nur Xanthosoma atrovirens und Xanthosoma nigrum genannt. Tannia: InhaltsstoffeDie Inhaltsstoffe der Tannia-Knollen gleichen sich weitgehend mit denen der Taro-Knollen. Lediglich der Stärkeanteil der Tannia ist etwas höher. Wie die Taro-Knollen besitzten auch die Tannia-Knollen die schleimhautreizenden Kristalle "Calciumoxalat". Leider ist dieser noch schwerlöslicher in den Zellen als bei der Taro-Knollen. Der Stoff ist sogar so aggressiv, dass schon bei der Ernte schmerzhafte Brennreizungen der Schleimhäute hervorgerufen werden können. Reife Tannia-Knollen erkennt man am Zustand der Blätter, die am "Grund" wachsen, den Basalblätter. Wenn diese hellen Blätter sich gelb färben und gleichzeitig den Boden, der die Knollen bedeckt, aufplatzt sind die Rhizome reif. Da die Tannia-Knollen außerhalb der Erde nur begrenzt haltbar sind, werden im Bestfall nur so viele Knollen geerntet, wie für den aktuellen Verzehr benötigt werden. Falls man die Knollen doch etwas länger lagern möchte, sind 7°C und eine relative Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent optimal. Tannia: VerwendungBei der Tannia werden nur die kleineren Nebenknollen gegessen, die Hauptknollen dienen ausschließlich als Viehfutter, und werden meist in der Schweinezucht verwendet. Die Knollen können gekocht, gebacken, geröstet oder frittiert werden. Sie lassen sich ähnlich vielfältig wie die Kartoffeln verarbeiten. Aus trockenen, geschälten Knollen wird Mehl hergestellt. Das Mehl dient zum Backen von Biskuits und Brot. Auch die jungen Blätter der Tannia werden, wie bei den Taro als frisches Gemüse zubereitet. Es gibt sogar Tanniasorten, die nur sehr wenig Knollen bilden und nur für den Anbau von Blattgemüse bestimmt sind. Abschließend ist zu erwähnen, dass Speisen und Produkte aus Tannia im allgemeinen als qualitativ hochwertiger angesehen werden, als die aus Taro.
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