Inhaltsverzeichnis
1. Beschreibung des Solera-Verfahrens
2. Eigenschaften
Das Solerasystem sind vereinfacht gesagt lange Reihen von übereinander gestapelten 520-Liter-Eichenfässern, den so genannten botas. Dabei beinhalten die Fässer der oberen Reihe die jüngsten und die Fässer der untersten reihe die ältesten Weine. Die unterste Fassreihe wird solera bezeichnet und bedeutet soviel wie "am Boden liegend". Sie stand Pate bei der Bezeichnung des Solera-Verfahrens. Die Fassreihen über der "solera" werden als criadera bezeichnet.
Der Kellermeister zieht zu Abfüllung eines Sherry, von der untersten Fassreihe, eine bestimmte Menge ab, die aber nie mehr als ein Drittel des gesamten Fassinhalts ausmacht. Danach füllt er die untere Fassreihe mit Wein aus der darüber liegende Fassreihe auf. Dieser Prozess setzt sich bis zur letzten "criadera" fort, wobei die letzten Fässer durch die Zugabe eines Weines aus dem Jahrgangskeller befüllt werden. So vermischen sich alte mit jungen Weinen miteinander. Der Winzer spricht in diesem Zusammenhang von der Vermählung. Beim Durchlaufen der einzelnen Reihen reift der Wein.
Je nach Weingut, ist die Anzahl der verwendeten "criaderas" deutlich unterschiedlich, mindestens müssen es aber 3 sein. Aus praktischen Gründen werden die Botas heute nicht mehr in Reihen übereinander gestapelt, sondern lagern getrennt, oft sogar in verschiedenen Bodegas und sind durch Schläuche miteinander verbunden. Produkte die nach dem Solera-System hergestellt werden, bezeichnet man allgemein auch als Soleras.
Das Solera-Verfahren verbindet unterschiedliche Weinqualitäten und Aromen mehrere Jahrgänge miteinander.
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