Zum Spicken bzw. Lardieren (fr.: lard = Speck) wird mageres
Fleisch,
Wild
oder
Wildgeflügel,
mit Streifen von
geräuchertem, fetten Speck
durchzogen. Die Fleischteile werden dazu
mit Hilfe einer
Spicknadel
gleichmäßig mit Speckstreifen durchstochen. Beim Spicken soll, wie beim
Bardieren,
das Fleisch beim Garen vor dem Austrocknen schützen. Das gilt vor allem beim Garen mit
trockener Hitze, wie beim
Braten
im
Ofen.
Zudem gibt der Speck dem Braten einen besonderen
Geschmack.
Da das Fleisch mit dünnen, schmalen Speckstreifen durchzogen ist, läuft das
durch die Hitze geschmolzene
Fett
auch in das Inneren des Fleisches.
Mittlerweile kommt man in der modernen Küche immer mehr vom Spicken ab, denn um mageres
Fleisch saftig zu halten eignet sich in den meisten Fällen eher das
Bardieren.
Beim Spicken werden die Fleischfasern verletzt und darum tritt beim Garen meist vermehrt
Fleischsaft aus. Ungeübten Köchen kann das gespickte Fleisch unter Umständen genauso trocken
werden wie ungespicktes Fleisch. Das Bardieren ist in diesem Fall eine geeignete Alternative.
Eine interessante Variante des Spickens besteht darin, zusammen mit Speck
Sardellenfilets
oder Streifen eines neutralen festen
Käses
einzuziehen. Es bedarf einiger Erfahrung, zuvor abzuschätzen, ob mit dem verwendeten
Fleisch ein angenehmer Geschmacksakkord entsteht oder die Zutaten eher als Fehlnoten
wahrgenommen werden.