Gustatorische Wahrnehmung ist eine wissenschaftliche Bezeichnung für die
Geschmackswahrnehmung. Wie bei allen Sinneswahrnehmungen geht es darum, dass dazu
geeignete spezifische Zellen des Körpers gereizt werden. Es entsteht eine Erregung,
die von Nerven weitergeleitet wird. Die Auswertung und eventuelle Reaktionen sind
eine Leistung des Gehirns. Die Auswertung der zugeführten Erregungen wird als
Wahrnehmung bezeichnet. Das beschreibt treffend die Problematik: Es wird etwas
für wahr genommen, es muss nicht wahr sein. Ein Beispiel beim
Geschmack:
Nach dem Genuss eines säurebetonten
Weines
wird ein schwach kohlensäurehaltiges
Mineralwasser
als neutral wahrgenommen, nach einer
Süßspeise
als sauer.