Als Federweißer bezeichnet man in
Deutschland
einen aus weißen
Rebsorten
gepressten
Traubenmost,
ab dem Beginn der
Gärung.
Der Federweiße wird grundsätzlich in allen Stadien der Gärung als solcher bezeichnet.
Erst nach Abschluss der Gärung wird der
Wein
als
Jungwein
deklariert. In der
Schweiz
wird der Begriff Federweisser geschrieben und steht dort für
Roséwein.
Der Name des Weins leitet sich von bestimmten Hefezellen ab, die als Schwebstoffe im
Wein vorkommen und eine weiße, an Federn erinnernde Farbe haben. Je nach Herkunftsregion
trägt der Federweiße auch andere Bezeichnungen. So wird er beispielsweise in Südwestdeutschland
als Sauser, in
Rheinhessen
als Rauscher oder in der Pfalz als Najer Woi (neuer Wein) bezeichnet.
Federweißer: Herstellung
Zur Herstellung dürfen nur weiße Rebsorten verwendet werden, sollten rote Rebsorten
benutzt werden muss der Most als
Federroter
bezeichnet werden. Meist werden für die Herstellung die frühreifen Sorten
Bacchus,
Ortega
oder
Siegerrebe
verwendet. Aufgrund der großen Nachfrage greifen einige Winzer vermehrt auch auf Mostimporte aus
Südeuropa zurück, um größere Mengen produzieren zu können.
Der selbst hergestellte oder gekaufte Traubenmost beginnt dann entweder auf natürlichem Wege
oder durch den Zusatz von
Hefen
zu gären, dabei wird die im
Most
enthaltene
Glucose
und
Fructose
in
Alkohol
und
Kohlensäure
gespalten. Der Federweiße kann anschließend in jedem Stadium der Gärung verkauft werden,
muss aber immer mindestens 4 % Vol. Alkohol enthalten.
Grundsätzlich wird Federweiße von Anfang September bis Ende Oktober verkauft
und sollte nur kurz gelagert werden, da er während der Lagerung seinen Gärprozess
fortsetzt und seine Spritzigkeit verlieren kann.