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Kategorie: Lebensmittel: Länderküche: Australien

Australische Nüsse und Samen



Australische Nüsse und Samen wurden schon vor vielen Tausend Jahren von Aborigines als Lebensmittel verwendet. Obwohl längst nicht alle Nüsse gut schmeckten und viele sogar giftig waren, stellten sie dennoch eine wichtige Nährstoffquelle der einheimischen Bevölkerung dar. Einige dieser Nüsse waren jedoch nicht nur nahrhaft, sondern auch angenehm im Geschmack und werden noch heute in der modernen australischen Küche als Bushfood verwendet. Einige Nüsse konnten roh verzehrt werden, andere mussten behandelt werden, um essbar zu sein, manchmal tagelang. Die bekannteste australische Nuss und vermutlich das einzige Bushtucker-Lebensmittel, das aus Australien exportiert wird, ist die Macadamianuss. Heutzutage vor allem in Hawaii angebaut, stammt sie eigentlich aus Queensland. Eine weitere bekannte und noch heute oft verwendete Nuss ist die Bunya-Nuss.

Kokosnüsse und Lichtnüsse stammen beide nicht ursprünglich aus Australien. Sie wurden jedoch früh eingeführt und sind heute an den tropischen und subtropischen Küsten von Australien weit verbreitet.

Aborigine verwendeten außerdem die essbaren Samen von etwa 75 Gras- und Akazienarten. Sie wurden meist zerrieben und mit Wasser vermischt zu brotähnlichen Fladen, die Damper genannt werden, verarbeitet, die im Feuer gebacken wurden. Nur wenige dieser Samen sind heute Teil des modernen Bushfoods. Wattleseeds, eine bestimmte Art Akaziensamen, sind besonders bekannt und weit verbreitet. Ihr Geschmack erinnert an eine Mischung aus Kaffee und Schokolade. Sie werden verwendet um viele verschiedene Gerichte und Getränke zu würzen. Besonders beliebt sind sie in Kuchen und Kekse, sowie im Kaffee.

Giftige Nüsse als Bushfood

Einige der von Aborigines verwendeten Nüsse werden aufgrund ihrer Giftigkeit heute nicht mehr verwendet. Da das Nahrungsangebot im australischen Outback nicht sehr groß war, wurden die in ihnen enthaltenen Nährstoffe von der einheimischen Bevölkerung benötigt. Die Australische Kastanie (Moreton Bay Chestnut) und Palmfarnsamen (Cycad Nuts) sind nur zwei davon. Um sie essbar zu machen, werden sie einer zeit- und arbeitsintensiven Behandlung unterzogen, die das Rösten im Feuer und langes Auswaschen in Wasser beinhaltet.


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