Als Abgang wird der Nachgeschmack bezeichnet, den ein
Wein
beim Hinunterschlucken hinterlässt. Der Abgang wird bei der Wertung eines Weines
berücksichtigt.
Im Abgang gehaltvoll bewertete Weine sind nachhaltiger im
Geschmack.
Sie enthalten mehr Geschmacksstoffe wie beispielsweise
Tannin
oder
Säure.
Die Länge oder Dauer des Geschmackseindrucks ist eines von vielen
Qualitätsmerkmalen eines Weines. Sie wird angegeben in
Caudalien
(lat.: Cauda, Schweif), das ist die Anzahl der Sekunden, die der Geschmackseindruck
nach dem Schlucken oder Ausspucken des Weins verbleibt. Da die Stärke eines
Sinneseindrucks von der Person und von Nebenbedingungen wie Temperatur und
vorherigen Eindrücken abhängt, ist dies kein Messwert im naturwissenschaftlichen
Sinn, ist jedoch für vergleichende Beurteilungen brauchbar. Bleibt auf dem
Zungengrund nur ein kurzer Geschmackseindruck zurück, spricht man bei der
Weinbewertung von kleinen, armen Weinen.